Sieben auf einen Streich

Die Strecke „Sieben auf einen Streich“ führt den Wanderer durch das Siebengebirge. Das besondere hieran ist, dass der Wegverlauf über die 7 höchsten Berge führt, welche das Siebengebirge zu bieten hat. Angefangen vom Besucherhighlight Drachenfels bis zum Großen Ölberg, sind alle dabei.

Länge: 24,2 km
Höhenmeter: 978 Meter
Dauer: 5,29 Stunden
Schwierigkeit: mittel
outdooractive:                                                             Sieben auf einen Streich
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Profil Sieben auf einen Streich

Bei sonnigem Wetter und 20° machten sich 4 Wanderer auf den Weg, die 7 höchsten Berge des Siebengebirges zu überqueren. Im Gegensatz zur Volkswanderung welche jedes Jahr auf dieser Strecke stattfindet, starteten wir nicht am Rhein sondern direkt in der Stadt Bad Honnef. Somit ersparten wir uns 2 km Asphalt, was vor allem zum Schluss der Strecke sehr angenehm war.

Auch ein Fotoshooting mit Selbstauslöser muss gelernt sein 😉

Der erste „Streich“ führte auf den Drachenfels. Dieser liegt 321 m.ü.N. und ist der 7 höchste Berg. Hier folgte der Weg immer dem Rheinsteig bis zum Gipfel. Komische Tiere wurden unterwegs gesehen, glücklicherweise konnte ich von einem Elch gerade noch so ein Foto schießen…

Auf dem Drachenfels angekommen, hatten wir das erste mal eine wunderbare Sicht über das Rheintal. Links des Rhein´s kann man Bad Honnef mit dem Stadtteil Rhöndorf erkennen.

Der zweite „Streich“ ist die Wolkenburg, welche mit 324 m.ü.N. die 6 höchste Erhebung darstellt. Diesen Berg überquerten wir nicht direkt, da dort leider nur ein kleiner Trampelpfad zum Gipfel führte. Also machten wir um diesen einen kleinen Schlenker Richtung dritten „Streich“.

links der Drachenfels – rechts die Wolkenburg

Den Petersberg ließen wir links liegen und machten uns zum Aufstieg auf den Nonnenstromberg. Dieser ist mit 335 m.ü.N. bereits in den Top 5. Jedoch kommt es einem nicht so vor. Der Anstieg ist flacher als zum Drachenfels und es gibt keinen richtigen Gipfel. Hier steht eine Bank mit Blick auf den großen Ölberg.

Anstieg zum Nonnenstromberg

Nonnenstromberg

Somit hatten wir nach 2 Stunden bereits den dritten „Streich“ hinter uns gebracht. Blieben noch 4 übrig, unter anderem die höchsten Berge.
Unser nächster „Streich“ war der Stenzelberg, welcher nur 287 m.ü.N liegt . Hier wurden früher, wie in der Region üblich Steine abgebaut. Der Stenzelberg besteht aus Latit, dies wurde u.a. zum Bau des Kölner Doms verwendet. Bis 2005 waren die Felsen auch ein Kletterparadies, bevor dies aus Naturschutzgründen untersagt wurde.

Umläufer am Stenzelberg

Zur Mittagsrast wollten wir in der Ruine Rosenau halten. Wobei die Ruine Rosenau, nicht wie eine wirkliche Ruine wirkt, da vieles zugewachsen ist. Eine Bank fanden wir dennoch, also erholten wir uns eine halbe Stunde von den bisherigen Strapazen. Die meiste Zeit folgten wir roten und gelben Wegzeichen, ob diese aber unsere Tour markierten, wissen wir nicht.

Ölberg

Nach dieser Stärkung folgte der 5 „Streich“. Nun stand der höchste Berg des Siebengebirges auf dem Programm, der große Ölberg. Dieser ist 460 m.ü.N und diente früher als Sendestation für TV Sender wie ARD oder Vox.

Heutzutage dient er nur noch als Handymast und Radiosender. Auf dem großen Ölberg befindet sich ein Gipfelrestaurant, welches sehr gut besucht war. Der Weg zum Gipfel ist nur per pedes möglich, was einen besonderes Flair hat. Auf dem Gipfel hat man eine wunderbare Aussicht über das Siebengebirge in die Eifel und nach Bonn.

Blick in die Eifel

Blick auf Bonn

Im Tal angekommen, führte uns der Weg über eine Straße, bevor wir wieder in den angenehm kühlen Wald verschwinden konnten. Mittlerweile wurde es sehr warm, was das Wandern im Wald angenehmer machte. Eine kleine Erfrischung lag an unserem Weg, jedoch warnte uns ein Schild davor, dieses Wasser zu trinken.

Lohrberg – Quelle

Jetzt kamen wir bereits zum 6. und somit vorletzten „Streich“. Wie bereits im Namen der Quelle zu erahnen handelte es sich hierbei um den Lohrberg. Dieser ist mit 432 m.ü.N. der dritt höchste Berg.

Anstieg zum Lohrberg

Am Lohrberg gibt es einen ganz besonderen Aussichtspunkt, den Drei-Seen-Blick. Die Berge des Siebengebirges durchbrechen immer wieder den Rhein, was dazu führt, dass dieser wie ein See wirkt.

Hinweistafel

Für ein kleines Gruppenfoto war immer noch Zeit.

Immer noch alle dabei 🙂

Ohne großen Abstieg sollte nur der siebte und letzte Streich auf dem Programm stehen. Er trägt einen imposanten Namen für den zweit höchsten Berg des Siebengebirges. Die Löwenburg ist 455 m.ü.N. und auf dem Gipfel befindet sich eine Burgruine.

Burgruine Löwenburg

Grundmauern

Blick von der Ruine Richtung Rhein

Nachdem wir alle Berge hinter uns hatten, ging es von nun an nur noch bergab. Die letzten Meter führten am Möschbach entlang, welcher sehr idyllisches war. Es war ein Laufen wie in einer kleinen Schlucht, über kleine Holzbrücken und durch Matsch.

Entlang des Möschbachs

kleiner See am Möschbach

Dieser kleine Weg führte uns direkt nach Bad Honnef, wo uns auf den letzten Metern noch einmal Asphalt erwartete. Der Streckenverlauf führte uns an schönen Fachwerkhäusern vorrüber .

Fachwerk und schöne Straßen in Bad Honnef

 

Nach 25 km kamen wir geschafft aber glücklich an einer Eisdiele an. Das Eis schmeckte nach dieser Tour besonders lecker. Glücklicherweise parkten wir nicht weit entfernt, denn nach 7 Bergen mit fast 1000 Höhenmeter, tat das Aufstehen doch etwas weh …

Höhenprofil – Sieben auf einen Streich