Oberwiesenthal – Keilberg

Der Klinovec (Keilberg) ist mit 1243 m der höchste Berg des Erzgebirges. Umgeben ist er von einer tollen Landschaft mit vielen Skiliften. Aber nicht nur im Winter ist der große Nachbar des Fichtelbergs einen Besuch wert. Unsere Strecke führte auf einigen Teilen auf dem Fernwanderweg E3 entlang.

Länge: 20,0 km
Höhenmeter: 742 Meter
Dauer: 5,53 Stunden
Schwierigkeit: mittel
outdooractive:                                                             Oberwiesenthal – Keilberg
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Profil Keilberg

Bei bestem Wetter begannen wir unsere Wanderung in Oberwiesenthal in der Nähe des Fussgängergrenzübergangs. Dort folgten wir der Abbiegung nach rechts, entlang der Silke Otto Tour.

Radrundweg – Silke Otto Tour

Touren um den Keilberg

Es ging stetig bergan, vorbei an neu gepflanzten Bäumen und immer mit Sicht auf den Klinovec. Wenn man sich umdrehte sah man Oberwiesenthal mit seinen Schanzen und Liftanlagen.

Blick zurück nach Oberwiesenthal

Am Fusse des Klinovec angekommen, hatten wir die Möglichkeit den Lift zu nehmen oder per pedes den Berg zu erklimmen. Der Wanderer entscheidet sich natürlich für den Weg zu Fuß.

Lift am Klinovec

Der Aufstieg zum Klinovec ist eine sehr schöne Strecke. Die Wege und Pfade führen ausschließlich über die Abfahrtshänge. Hier bekommt man direkt Lust sich auf die Bretter zu stellen und den Hang runter zu fahren. Dumm nur, dass kein Schnee liegt.

Im Gegensatz zum Fichtelberg, baut man auf dem Klinovec sein Skiangebot mächtig aus. Lifte gibt es mittlerweile 7, Schneekanonen und sogar eine Apreski Hütte gibt es. Auf dem Fichtelberg hat man vergessen sich weiter zu entwickeln, weswegen es die meisten Wintersportler wohl auf den tschechischen Bereich des Erzgebirges ziehen wird.

Nachdem wir auf dem Klinovec angekommen waren, offenbarte sich vor uns eine sehr schöne Landschaft. Hier ist der Blick Richtung Sachsen und Osttschechien.

Blick vom Keilberg

Leider ist auf dem Klinovec nicht alles so schön wie die Liftanlagen. Das Haus auf dem Klinovec ist sehr in Mitleidenschaft gezogen und bedarf dringend einer Sanierung. Der Aussichtsturm wurde bereits gebaut, beim Rest tut sich im Moment noch nichts.

Der Abstieg vom Klinovec war anders als erwartet. Die Strecke führte von nun an über zum Teil mit Gras zugewachsenen Wegen. Der ganze Wald war übersät mit Heidelbeersträuchern. Immer wieder trafen wir Leute welche diese in großen Mengen pflückten.

Im Tal befindet sich eine kleine Ortschaft mit dem Namen Sucha (Dürnberg). Hier war die Mittagsrast in dem einzigen Restaurant im Ort geplant. Leider war bei unserer Wanderung geschlossen, nur Getränke bot man uns an.

Nachdem wir Sucha hinter uns ließen, machten wir an einer kleinen Schutzhütte Rast und aßen unsere mitgenommenen Sachen. Weiter führte die Strecke über die Skimagistrale,  hier können die Skifahrer von Schöneck bis Altenberg fahren.

Jetzt kam aber das eigentlich Highlight der Wanderung. Der Meluzina ist ein auf dem Papier mit 1094 m unscheinbarer Berg im Erzgebirge. Der Anstieg ist nicht so lang wie auf den Fichtelberg oder Keilberg. Aber das Panorama stellt beide Berge in den Schatten. Der Aufstieg erfolgt über schmale Trampelpfade und kleine Felsen. Hier ein paar Impressionen …

Anstieg zum Meluzina

Blick auf den Keilberg

Das unschönste Stück Wanderstrecke stand uns nun bevor. Etwa 1,5 km Asphaltweg mussten absolviert werden, bevor es wieder in den Wald ging. Die Straße war glücklicherweise nicht all zusehr befahren, aber nervig war es schon ein wenig. Leider gibt es auch keinen Alternativweg um diesen Part zu umgehen. Die letzte Ortschaft vor Oberwiesenthal ist Haj (Böhmisch Wiesenthal). Eine Straße eine Hand voll Häuser und schon waren wird durch.

Auf den letzten Metern, kamen wir an einem Feld vorbei, hier war nichts außer ein sehr gut angelegter Friedhof.

Nach 20 km ging eine schöne Wanderung durch den tschechischen Wald zu Ende. Mit dem Klinovec und dem Meluzina hatten wir zwei wunderbare Berge mit tollen Aussichten dabei.