Singhofen – Römerkastell Pohl

Die zweite Wanderung der TSG Irlich führte uns in den Taunus. Start und Ende der Wanderung sollte Singhofen sein. Der Streckenverlauf führte bis nach Pohl, wo wir an einer Führung durch das Römerkastell teilnahmen.

 

Länge: 14,5 km
Höhenmeter: 332 Meter
Dauer: 3,38 Stunden
Schwierigkeit: leicht
outdooractive:                                                             Römerkastell Pohl
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Profil Singhofen

Das Wetter war durchwachsen, sollte unserer Wanderung jedoch keinen Abbruch tun. Angekommen am Sportplatz Singhofen startete unsere Tour bei noch trockenem Wetter. Die ersten Meter führten über Felder mit Pflaumenbäumen und Hagebuttensträuchern.

Natürlich wieder mit dabei, war meine kleine Wandermaus. Sie freut sich immer wieder mit der Gruppe zu wandern. Auf dem Weg zur Neubäckersmühle führte der breite Weg an einem Bach entlang.

Aber es wurde nicht nur gewandert, nein, auch die ein oder andere Kletteraktion am Wegrand musste sein. Die kleinen Felsen waren wie geschaffen dafür.

Angekommen an der Neubäckersmühle, wurde der Weg von nun an etwas abenteuerlich. Umgefallene Bäume, hohes Gras und Regen begleiteten uns jetzt. Also hieß es warme Sachen und Regenschutz überziehen für den weiteren Weg.

Einen Hauch von Urwald durften wir ebenfalls erleben, als unser Weg von Springkraut überwuchert wurde.

Unsere Rast mit Rucksackverpflegung machten wir an der Uhus-Mühle. Diese lag bei etwa der Hälfte der Strecke und gab uns Schutz vor dem Regen. Hier gab es selbst gemachten Geburtstagskuchen und andere Leckerein.

Von nun an führte der Weg bis Pohl stetig bergan. Hier fand das Highlight der Tour statt. In Pohl befindet sich der Weltweit authentischste Nachbau eines Limeskastells. Wir hatten die Möglichkeit an einer Führung teilzunehmen, was ein sehr interessantes Erlebnis war.

Römerkastell Pohl

Auch ein Limesturm wurde komplett und originalgetreu neu errichtet. Hier befanden sich die Schlafräume und Nahrungsvorräte.

Vorratskammer im Limesturm

Eine Fackel diente als Morsegerät, um Zeichen zu  den anderen Limestürmen in der Umgebung zu geben.

Um Kindern die Römischen Zahlen zu lehren, gibt es auf dem Gelände ein Wurfspiel. Hier lernen Schulkinder den Umgang incl. aller Vor und Nachteile dieser Zahlen.

Im Inneren des Kastells befindet sich ein kleines Museum, wo den Besuchern verschiedene Dinge erklärt werden können, dazu zählen Rüstungen, Kochplätze und Waffen.

Mühlstein für Getreide

Im angrenzenden Bistro, genehmigte ich mir eine lukanische Bratwurst, was eine Besonderheit aus Römischer Zeit ist. Dies fand der Haushund des Kastells wohl auch, und gönnte sich eine Schmuseeinheit auf meinem Bein.

Kastellhund Lina

Nach der Führung machten wir uns auf den Rückweg nach Singhofen. Vorbei kamen wir dabei am Sieben Täler Blick.

Von hier aus kann man in das Gelbachtal-, Lahntal- und Jammertalhängen bis zum „Grauen Kopf“ bei Holzhausen blicken.

In Singhofen angekommen, begrüßten uns ein paar Kühe bevor wir zu einem alten Windrad kamen. Leider lud das Heimatfest, welches gerade stattfand, nicht dazu ein, das Abendbrot dort zu verbringen. Aus diesem Grund machten wir uns direkt auf den Heimweg und genossen den Abend daheim.

Das stählerne Windrad „Wendleps“ stammt aus dem Jahr 1907 und wurde 1987 zum Industriedenkmal erklärt.

Bei dieser Wanderung lag das Highlight ganz klar beim Römerkastell. Der Streckeverlauf war größtenteils sehr idyllisch, was die Wanderung sehr kurzatmig machte. Nach gut 14,5 km und 300 Hm geht meine erste Wanderung im Taunus zu Ende.