München – Wolfratshausen

Es ist soweit…

Mit diesem Satz betrat ich den Zug nach München um meine Wanderung mit Thomas anzutreten. Geplant waren die ersten Etappen des Fernwanderwegs München – Venedig. Das Wetter war bis auf die ersten Tage gut gemeldet. Unserer Tour sollte also nichts im Wege stehen.

In der Nacht zum Montag, hatten sich die Himmelsschleusen noch einmal geöffnet, doch pünklich zum Frühstück hat es aufgehört zu regnen. Nicht zu warm, nicht zu kalt, das perfekte Wetter um 34 Kilometer an der Isar zu wandern.

Länge: 33,1 km
Anstieg: 377 Meter
Abstieg: 337 Meter
Dauer: 6,32 Stunden
Schwierigkeit: mittel
outdooractive:                                                             München – Venedig

Profil München - Wolfratshausen

Profil München – Wolfratshausen

Der klassische Startpunkt für diesen Fernwanderweg ist der Marienplatz in München. Unsere Anreise erfolgte wie gesagt am Vortag, da wir die letzte Nacht bei einem Freund in München unterkamen. Von Gronsdorf fuhren wir mit der S-Bahn nach München und kamen dort gegen 07:00 Uhr an. Zügig suchten wir uns einen Fotografen für das „Startfoto“ und machten uns sogleich auf den Weg Richtung Isar.

Marienplatz München

Marienplatz München

Mariensäule

Mariensäule

An der Isar zeigte uns der erste Wegweise die Kilometerangabe bis zum heutigen Etappenziel Wolfratshausen. Schlappe 33 Kilometer hatten wir noch vor uns. Lustigerweise hatten wir nur ganz wenigen Höhenmeter gerechnet. Am Ende sollten es jedoch knapp 400 Höhenmeter werden. Motiviert verliessen wir den Asphaltweg und folgten dem Isarwanderweg. Breite, saubere Wege solten uns von nun an begleiten.

Schnell hatten wir die Großstadt hinter uns gelassen und liefen immer der Isar entlang bis wir am Georgenstein ankamen. Hier machten wir eine kurze Pause und aßen eine Kleinigkeit. Eine schöne Stelle um die Natur in Ruhe zu genießen. Da bei längeren Pausen das weiterlaufen schwer fällt hielten uns hier noch kurz auf, bevor uns der Weg weiter die Isar entalng fortsetzten.

Georgenstein

Georgenstein

Nach gut der Hälfe des Weges kamen wir nach Schäftlarn, hier steht eine sehr alte Benediktinerabtei. Die Abtei liegt im Isartal südlich von München und gehört zur Bayerischen Benediktinerkongregation. Ich warf einen kurzen Blick ins innere des Klosters, danach setzten wir unsere Wanderung fort.

Kloster Schäftlarn

Kloster Schäftlarn

Kloster Schäftlarn

Kloster Schäftlarn

Ab Schäftlarn mussten wir auf Asphalt ausweichen. Dies war der Horror für die Füsse. Dennoch konnten wir unseren 5,x kmh Schnitt halten und weiterhin gut Meter machen. Am Ende des „Asphalt-Leidensweges“ kamen wir an den Isarkanal. Dieser bestand zwar nicht aus Asphalt, jedoch ist es auch nicht von Vorteil wenn man mehrere Kilometer weit sehen kann. Die Beine wurden schwerer und man hat des Gefühl dem Ende nicht näher zu kommen.

Am Ende des Isarkanals kamen wir zu einem Wehr was wir überquerten. Eine alte Holzbrücke musste überquert werden, bevor wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten. Neben dem Wehr verlief eine Fischtreppe in Serpentinenform. Diese sorgt dafür das Fische das Wehr durchqueren können.

Fischtreppe

Fischtreppe

Kurz vor Wolfratshausen begleitete eine junge Dame unsere Wanderung und war interessiert an unserer Tour. Diese gab mit ihrem Hund noch einmal richtig Gas, was unseren Füssen nicht so ganz gefiel. Vorteil dabei war, dass wir schneller unserem Ziel entgegen kamen. Nach gut 34 Kilometern kamen wir geschafft und zufrieden in Wolfratshausen an.

Es folgte ein kurzer Halt im Gummibärchenladen, bevor wir unsere Unterkunft im Humpelbräu aufsuchten. Ein leckeres Abendessen in der „Flösserei“ rundete diesen ersten Tag wunderbar ab.